Eichhornia crassipes, die Wasserhyazinthe, stammt ursprünglich aus dem tropischen Amerika, ist aber heute auch in tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, Asiens und Australiens anzutreffen. Sie besiedelt verschiedenste, oft stark verschmutzte Gewässer wie Sümpfe, Seen, Flüsse und Kanäle. Diese auffällige, schön blühende, wuchernde Schwimmpflanze kann in kurzer Zeit riesige Bestände bilden.
Während andere Eichhornia-Arten Stängelpflanzen sind, bildet E. crassipes schwimmende Blattrosetten und Ausläufer. Das auffälligste Merkmal dieser Art sind die „aufgeblasenen“, als Schwimmkörper dienenden Blattstiele. Die Blütenstände können bis etwa 35 hellviolette Blüten aufweisen. Die langen, dicht verzweigten Wasserwurzeln sind bläulichschwarz gefärbt.
Die Verwendung der Wasserhyazinthe als Aquarien-Schwimmpflanze beschränkt sich auf grosse, oben offene Becken mit starker Beleuchtung und relativ hoher Makronährstoff-Konzentration im Wasser. Im Gartenteich entwickelt sie sich in langen, heissen Sommern am besten und kommt dann auch am ehesten zur Blüte. Ein vollsonniger Standort und warmes, flaches, nährstoffreiches Wasser, am besten über Schlammboden, sind zu empfehlen. Schlechter Wuchs und blassgrüne Blätter sind meistens durch Nährstoffmangel und Kälte bedingt, die Pflanze ist frostempfindlich. Auch in mobilen Behältern (wasserdichte Töpfe, Schalen oder Kübel) auf dem Balkon, der Terrasse oder im Wintergarten kann diese Pflanze sehr dekorativ wirken.
Die Wasserhyazinthe eignet sich hervorragend um überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser zu ziehen (reduziert Algen) sowie als natürliches Laichsubstrat für Fische, die ihre Eier in die langen, feinen Wurzeln legen. Jungfische nutzen die Pflanze als Rückzug und Unterschlupf.
