Der Graskalmus, Acorus gramineus, ist in Ost- und Südostasien weit verbreitet. Er kommt unter anderem an rasch fließenden, steinigen Waldbächen und Wasserfällen vor, im Geröll und auch auf Steinen festsitzend. Bei Hochwasser wird er dort überflutet und ist dann starker Strömung ausgesetzt.
Acorus gramineus ist eine alte Zierpflanze, und es gibt von ihm verschiedene Sorten wie den weissbunten ‚Variegatus‘. Wir bieten die hier Zwergsorte ‚Pusillus‘ an, die meistens nur rund 10, höchstens 15 cm hoch wird. Sie wird auch als Varietät, Acorus gramineus var. pusillus, benannt. Die Wildformen des Graskalmus können ansonsten 30-50 cm hoch werden.
Oft gilt der Graskalmus als nur begrenzt aquariengeeignete Pflanze. Der Zwergkalmus, Acorus gramineus ‚Pusillus‘, kann dauerhaft submers im Aquarium wachsen. Voraussetzung ist, dass man den Wurzelstock nicht eingräbt, ansonsten kann die Pflanze absterben. Man sollte sie auf Gegenstände wie Stein oder Holz aufbinden oder auf dem Bodengrund befestigen, wie Anubias-Arten oder Javafarn. Die Wurzeln heften sich von selbst auf harten Materialien fest. Das Wachstum ist sehr langsam, und allmählich bildet das Rhizom Seitentriebe, die man zur Vermehrung abtrennen kann. Wir empfehlen vollständige Mikro- und Makronährstoffversorgung über das Wasser, CO2-Zugabe und gute Wasserbewegung. Mittlere Beleuchtungsstärke reicht aus. Der Zwergkalmus mag es eher kühl; die optimalen Temperaturen werden mit 18-23 °C angegeben.
Der Zwergkalmus lässt sich sehr einfach als Landpflanze halten. Das Substrat, z.B. handelsübliche Blumenerde, braucht nur gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden. Die Pflanze kann auch kalt, aber frostfrei überwintern.
Diese grasartige, dekorative Pflanze passt besonders gut zu Layouts, die steinigen Fliessgewässern nachempfunden sind, und eignet sich auch für Kaltwasserbecken. Ihre erfolgreiche submerse Kultur setzt aber voraus, dass das Rhizom nicht im Bodengrund eingegraben wird, wie oben erwähnt. Ihre Verwendung als Aufsitzer auf Gestein oder Holz ist bisher kaum bekannt, lohnt aber den Versuch. Der Zwergkalmus lässt sich auch vielfältig als robuste Landpflanze in Paludarien, Riparien, Terrarien und Wabi-Kusa verwenden.
